Kinder- und Jugendarbeit

Offene Kinder- und Jugendarbeit

Offene Kinder- und Jugendarbeit

Die Möglichkeit, sich ausserhalb von Familie und Schule mit Gleichaltrigen treffen zu können, bildet eine Grundvoraussetzung für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Angeboten der Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), die das gesundheitliche und soziale Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen fördern, kommt deshalb gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krise eine zentrale Bedeutung zu.

Aufgrund dessen hat der Bundesrat entschieden, dass Aktivitäten von Organisationen und Institutionen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zulässig sind, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 6g, Covid-19-Verordnung besondere Lage):

  • Es handelt sich um Aktivitäten für Kinder und Jugendliche mit Jahrgang 2001 oder jünger.
  • Eine Fachperson betreut die Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen.
  • Das Schutzkonzept bezeichnet:

    • die zulässigen Aktivitäten; in jedem Fall unzulässig sind Feste, Tanzveranstaltungen und die Ausgabe von Speisen und Getränken;
    • die zulässige Höchstzahl anwesender Kinder und Jugendlicher.

Die maximale Anzahl zugelassener Personen (ab Jahrgang 2001 und jünger) wird von den verschiedenen Fachstellen der Offenen Kinder -und Jugendarbeit in Eigenverantwortung und mit gesundem Menschenverstand je nach Schutzkonzept entschieden. In diesem Zusammenhang empfiehlt der Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit (DOJ) insbesondere folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • zur Verfügung stehende Innen- und Aussenräume
  • Infrastruktur
  • Möglichkeiten die Hygiene- und Schutzmassnahmen zu gewährleisten
  • Art der Aktivitäten
  • Präsenz der Fachpersonen
  • Schutz der Mitarbeitenden
  • Alter der Kinder und Jugendlichen sowie Altersdurchmischung der Gruppen.

Das aktuelle Schutzkonzept sowie weitere Informationen rund um Corona finden sich auch der Webseite des DOJ.

Jugendverbände

Im Unterschied zur OKJA ist die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit (Pfadi, Cevi, Jubla) stark von Freiwilligenengagement geprägt. In der Regel sind keine Fachpersonen im Einsatz, weshalb die einzelnen Gruppen oder Abteilungen solcher Kinder- und Jugendverbände nicht unter Art. 6g der Covid-19-Verordnung besondere Lage mitgemeint sind. Die Aktivitäten der Jugendverbände haben sich dementsprechend weiterhin an Art. 6e sowie Art. 6f der Covid-19-Verordnung besondere Lage bezüglich sportlichen und kulturellen Aktivitäten zu orientieren. Zu empfehlen ist zudem die Orientierung an den Empfehlungen der zuständigen kantonalen, regionalen sowie nationalen Kinder- und Jugendverbänden.

Angebote von übergeordneten Stellen der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit können im Sinn von Aktivitäten der offenen Kinder- und Jugendarbeit geführt werden, sofern die Bestimmungen analog der offenen Kinder- und Jugendarbeit eingehalten werden.