Kultur und Sport

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bereiche Kultur und Sport sind schwerwiegend. Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen werden von Bund und Kanton verschiedene Massnahmen ergriffen. Nachfolgend finden Sie dazu die wichtigsten Informationen für Kulturschaffende und Kulturunternehmen. Die Informationen werden laufend aktualisiert. Wir informieren zudem mit unserem Newsletter.

Unterstützungsmassnahmen Covid-19-Gesetz

Die Bundesversammlung hat am 25. September 2020 das Covid-19-Gesetz erlassen, das die Grundlagen für die Fortführung und Anpassung weiterhin notwendiger Massnahmen zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie schafft, darunter spezifische Unterstützungsmassnahmen für den Kulturbereich. Darauf gestützt hat der Bundesrat am 14. Oktober 2020 die Covid-19-Kulturverordnung (SR 442.15) erlassen, welche die Ausrichtung der Unterstützungsmassnahmen regelt.

Aufgrund der schrittweise verschärften staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie hat das Bundesparlament in zwei Schritten das Covid-19-Gesetz angepasst. Im Dezember 2020 beschloss das Parlament die Wiedereinführung des Instruments der Ausfallentschädigung für Kulturschaffende und im März 2021 dessen Ausdehnung auf freischaffende Kulturschaffende. Der Bundesrat hat am 18. Dezember 2020 bzw. 31. März 2021 die Covid-19-Kulturverordnung entsprechend angepasst.

Kulturunternehmen und Kulturschaffende können bis Ende 2021 Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen. Kulturunternehmen können auch Beiträge für Transformationsprojekte erhalten.

Wir bitten Sie, vor dem Einreichen Ihres Gesuchs das entsprechende Merkblatt zu lesen. Bitte prüfen Sie vor dem Versand Ihres Gesuchs, ob Sie das Gesuch vollständig ausgefüllt und unterschrieben haben und ob die Beilagen vollständig sind. Vielen Dank!

Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen

Kulturunternehmen können Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen. Die Ausfallentschädigung deckt Schäden aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen im Zeitraum zwischen dem 26. September 2020 und dem 31. Dezember 2021. Es sind Schäden erstattungsfähig, die durch staatliche Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) verursacht wurden. Der Kanton entscheidet über die Gesuche. Die Berechnung des Schadens erfolgt aufgrund der angefallenen Kosten.

Die Gesuche sind rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein.

Folgende Fristen wurden vom Bund verbindlich definiert:

  • 31. Januar 2021 für Schäden zwischen dem 1. November (oder ab dem 26. September 2020, falls der Schaden nicht bereits vor dem 20. September bekannt war) und dem 31. Dezember 2020.
  • 31. Mai 2021 für Schäden zwischen dem 1. Januar und dem 30. April 2021
  • 30. September 2021 für Schäden zwischen dem 1. Mai und dem 31. August 2021
  • 30. November 2021 für Schäden zwischen dem 1. September 2021 und dem 31. Dezember 2021

Wichtiger Hinweis: Einzelfirmen gelten als natürliche Personen. Sie haben ihr Gesuch für Ausfallentschädigung deshalb als Ausfallentschädigung für Kulturschaffende einzureichen.

Die Details zur Auslegung der Covid-19-Kulturverordnung hat der Bund in den Erläuterungen zur Verordnung und in den FAQ festgelegt. Diese Dokumente können auf der Webseite des Bundes abgerufen werden.

Downloads für Kulturunternehmen für die Eingabe von Gesuchen bis 30. September 2021.

Transformationsprojekte von Kulturunternehmen

Transformationsprojekte bezwecken die Anpassung des Kulturunternehmens an die durch die Covid-19-Epidemie veränderten Verhältnisse. Sie sind deshalb auf ein definiertes Ziel ausgerichtet, haben eine begrenzte Zeitdauer und umfassen zwei Kategorien von Vorhaben:

  • Vorhaben, die eine strukturelle Neuausrichtung des Kulturunternehmens zum Gegenstand haben.
  • Projekte, deren Ziel die Wiedergewinnung von Publika oder die Erschliessung neuer Publikumssegmente ist.

Das Projekt muss bis 31. Oktober 2022 abgeschlossen sein.

Eingabefrist: Gesuche sind bis spätestens 30. November 2021 einzureichen.

Downloads

Die Details zur Auslegung der Covid-19-Kulturverordnung hat der Bund in den Erläuterungen zur Verordnung und in den FAQ festgelegt. Diese Dokumente können auf der Webseite des Bundes abgerufen werden.

Ausfallentschädigung für Kulturschaffende

Kulturschaffende können Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen. Es sind Schäden erstattungsfähig, die durch staatliche Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) verursacht wurden. Die Berechnung des Schadens erfolgt aufgrund der entgangenen Erträge. Der Kanton entscheidet über die Gesuche.

Die Ausfallentschädigung deckt Schäden aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen im Zeitraum zwischen dem 1. November 2020 und dem 31. Dezember 2021.

Kulturschaffende können auch eine Ausfallentschädigung für nicht vereinbarte Buchungen/Engagements bzw. Buchungsausfälle (o.ä.) geltend machen. Diese sind mit Vergleichszahlen der Jahre 2018 und 2019 darzulegen.

Neu sind rückwirkend auf den 1. November 2020 neben selbständigerwerbenden Kulturschaffenden auch Kulturschaffende mit befristeten Arbeitsverhältnissen und häufig wechselnden Arbeitgebern (sogenannte Freischaffende) für Corona-Ausfallentschädigungen zugelassen.

Folgende Fristen wurden vom Bund verbindlich definiert:

  • 31. Mai 2021 für Schäden zwischen dem 1. November 2020 und dem 30. April 2021
  • 30. September 2021 für Schäden zwischen dem 1. Mai und dem 31. August 2021
  • 30. November 2021 für Schäden zwischen dem 1. September 2021 und dem 31. Dezember 2021

Wichtige Hinweise:

Einzelfirmen gelten als natürliche Personen. Sie haben ihr Gesuch für Ausfallentschädigung deshalb als Ausfallentschädigung für Kulturschaffende einzureichen.

Kulturschaffende können als Soforthilfe nicht-rückzahlbare Finanzhilfen zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten erhalten. Für diese Unterstützung ist weiterhin Suisseculture Sociale zuständig. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite von Suisseculture Sociale.

Die Details zur Auslegung der Covid-19-Kulturverordnung hat der Bund in den Erläuterungen zur Verordnung und in den FAQ festgelegt. Diese Dokumente können auf der Webseite des Bundes abgerufen werden.

Downloads für Kulturschaffende für die Eingabe von Gesuchen bis 30. September 2021

Kulturvereine im Laienbereich

Gestützt auf das Covid-19-Gesetz sind für Laien-Kulturvereine, die in den Bereichen Musik, Tanz und Theater aktiv sind (inkl. Trachtengruppen, Jodel), Massnahmen zur Abfederung des finanziellen Schadens vorgesehen. Der Schaden muss aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder auf andere Weise infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) entstanden sein.

Veranstalter im Laienbereich, die ein Veranstaltungsbudget von weniger als 50 000 Franken aufweisen, reichen ihr Gesuch um Ausfallentschädigung bei den Dachverbänden für Laien-Kulturvereine ein. Detaillierte Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundes.

Veranstalter im Laienbereich, die ein Veranstaltungsbudget von mindestens 50 000 Franken aufweisen und einen Schaden von mindestens 10 000 Franken erleiden, können bei den Kantonen um Ausfallentschädigung ersuchen. Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik «Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen» auf dieser Webseite.

Weitere Unterstützung für Kultur und Sport

Informationen zu Unterstützungsbeiträgen aus dem Swisslos-Fonds und dem Swisslos-Sportfonds sowie zu Beiträgen an kulturelle Institutionen aus dem Globalbudget «Kultur und Sport» sind im Merkblatt: Informationen für die Bereiche Kultur und Sport aufgeführt.

Download

Informationen für Sportvereine, Sportverbände und Sportorganisationen finden Sie auf der Webseite der Sportfachstelle.

Der Bund stellt zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen im Sportbereich Finanzhilfen zur Verfügung. Weitere Informationen sind beim Bundesamt für Sport zu finden.

Weitere Informationen über die Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen wie Kurzarbeit, Härtefallmassnahmen, Angaben zu Betrieben und Veranstaltungen ("Schutzschirm für Publikumsanlässe") sind unter «Wirtschaft» verfügbar.