Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Gemäss der Verpflichtung nach Artikel 6 des Arbeitsgesetzes ist der Arbeitgeber verpflichtet, alle erforderlichen Massnahmen zum Schutz der Gesundheit seiner Arbeitnehmer zu ergreifen. Die mit Epidemien verbundenen Risiken erfordern besondere Massnahmen: Das BAG und das SECO haben diesbezüglich Informationen im Merkblatt Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz festgehalten. Es ist daher Sache des Arbeitgebers, zu definieren, wie diese Massnahmen im spezifischen Kontext seiner Tätigkeit angewendet werden können. Dies kann eine Neuorganisation seiner Arbeitsweise bedeuten. Wenn es objektiv unmöglich ist, die erforderlichen Massnahmen durchzuführen, muss die Tätigkeit ganz oder teilweise unterbrochen werden. Dieser Entscheid ist Sache des Arbeitgebers und muss nicht vom kantonalen Arbeitsinspektorat bestätigt werden. Letzteres kann jedoch im Zweifelsfall konsultiert werden.

Empfehlungen für Arbeitgebende

Arbeitgeber/innen sollen:

  • beim Arztzeugnis kulant sein und es frühestens ab dem fünften Tag einfordern. So werden Gesundheitseinrichtungen nicht zusätzlich belastet.
  • ihre Mitarbeitenden über persönliche und arbeitsplatzbezogene Schutzmassnahmen informieren. Sie müssen diese der Verordnung und den Empfehlungen anpassen.
  • ihre Mitarbeitenden ermöglichen, nicht mehr zu Stosszeiten im ÖV zu reisen.
  • die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so flexibel wie möglich gestalten und Home Office ermöglichen.
  • ihr Betriebskontinuitätsmanagement (Business Continuity Management, BCM) jetzt aktivieren. Als Grundlage stehen das Handbuch für die betriebliche Vorbereitung (Pandemieplan) und die FAQ des SECO zur Verfügung.

Pandemieplan / Task Force

  • Erstellen sie einen Pandemieplan (Vorlage).
  • Bilden Sie eine Taskforce und erstellen Sie eine Standard-Traktandenliste.
  • Sicherheit der Mitarbeitenden und der Kunden gewährleisten.
  • Eine zeitnahe und häufige Kommunikation vermittelt Sicherheit.
  • Prüfen Sie, wo und wie Home Office möglich ist.
  • Prüfen Sie mit Ihrer IT-Abteilung, ob z. B. genügend Lizenzen vorhanden sind und alle Mitarbeitenden Zugriff auf die relevanten Dokumente haben.
  • Definieren Sie Schlüsselprozesse, die unerlässlich sind für den Betrieb.
  • Prüfen Sie Alternativen für abgesagte Anlässe und Meetings (Webinare, Skype).
  • Kommt es zu Absagen von Meetings, Anlässen oder Ähnlichem, werden Ressourcen frei. Schaffen Sie eine Übersicht, damit diese Ressourcen für andere Tätigkeiten eingesetzt werden können. Zum Beispiel für vorgezogene Projektplanungen, Innovationsworkshops oder Ideen für Aktivitäten nach der Krise.