Abrechnung/Auszahlung

Wenn Sie von der kantonalen Amtsstelle einen positiven Entscheid zur Einführung von Kurzarbeit erhalten haben, sind Sie berechtigt, diese geltend zu machen. Die Kurzarbeitsentschädigung muss innerhalb dreier Monate nach Ende des von Kurzarbeit betroffenen Monats, bei der gewählten Arbeitslosenkasse geltend gemacht werden (auch dann, wenn noch kein Entscheid von der kantonalen Amtsstelle vorliegt oder ein Einsprache- oder Gerichtsverfahren hängig ist). Verspätet geltend gemachte Ansprüche werden nicht mehr bezahlt.

Vergütung der Kurzarbeitsentschädigung

Die bereits gesenkte Karenzfrist (Wartefrist) für Kurzarbeitsentschädigungen ist nun vollständig aufgehoben. Damit hat der Arbeitgeber keine Karenztage mehr zu bestehen.

Abzug geleisteter Mehrstunden aufgehoben

Die vor Einführung der Kurzarbeit geleisteten Mehrstunden müssen nicht mehr zuerst abgebaut werden.

Der Abrechnungsprozess wurde wie folgt vereinfacht:

  • Antragsformular und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung sind in einem einzigen Formular zusammengefasst. Das neue Abrechnungsformular finden Sie rechts. Das Formular steht zudem auf arbeit.swiss zur Verfügung.
  • Auf die weiteren Beilagenformulare «Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden», «Bescheinigung über Einkommen aus Zwischenbeschäftigung», «Zustimmung zur Kurzarbeit» und «Erhebungsbogen für die Ermittlung der saisonalen Ausfallstunden» wird verzichtet.
  • Der Betrieb muss nur fünf Angaben einsetzen (grau markierte Felder), die restliche Berechnung erfolgt automatisiert. Die fünf Angaben sind mit geeigneten betrieblichen Unterlagen zu belegen (z.B. Lohnjournal, Übersicht der Stundenabrechnungen, Auszüge aus der Zeiterfassung des Betriebs).
  • Auf der Rückseite sind bei den Hinweisen die nicht anspruchsberechtigten Personenkategorien aufgeführt. Dies betrifft nur noch Personen in einem gekündigten Arbeitsverhältnis, die mit der Kurzarbeit nicht einverstanden sind oder deren Arbeitsausfall nicht bestimmbar ist (Arbeitsverhältnisse auf Abruf).
  • Personen mit arbeitgeberähnlicher Stellung haben neu auch Anspruch auf eine Pauschale. Auch hier haben wir die Berechnung vereinfacht: Das Unternehmen muss bei der Angabe der AHV-pflichtigen Lohnsumme zu den Löhnen der Mitarbeitenden die Summe der Pauschalen für die arbeitgeberähnlichen Personen hinzurechnen und den Gesamtbetrag ins Formular einsetzen.
  • Das abgekürzte Verfahren bzw. das Spezialformular gilt nur für die Geltendmachung von wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfällen aufgrund von behördlichen Massnahmen infolge Pandemie SARS-CoV2 (Covid-19).